Dorfmuseum

MuseumDas kleine Museum in der Mitte des Dorfes gibt eine Rückschau auf die Lebensweise der Albbauern vor etwa 100 Jahren.

Damals war das Leben geprägt von der Armut der Scholle. Die kurze Vegetationszeit, ein raues Klima und die meist flachgründigen Böden erschwerten  das Leben der Bauern.

Auf des “Teufels Hirnschale” ackerte man. Steinige Äcker prägen noch immer die Landschaft, Depots für mühsam vom Feld gesammelte Kalksteine findet man immer wieder, Fundgruben für Hobbygeologen, die in den größeren Brocken oft Versteinerungen finden.

Das Bauernhaus auf der schwäbischen Alb ist kleiner, bescheidener und enger als in den besseren Agrargegenden Oberschwabens oder des Schwarzwaldes, wo der Holzreichtum auch Wohlstand brachte.

In kinderreiche Familien wurde das Land mit jeder Generation neu geteilt. Die Wirtschaftsflächen brachten bescheidene Erträge, die gerade mal eine sparsame Selbstversorgung ermöglichten. Deshalb war der Albbauer auch schon vor 100 Jahren auf ein zusätzliches Einkommen angewiesen.

Die Selbstversorgung der Familie kam durch Ackerbau: Dinkel, Hafer, Gerste und Kartoffeln gab es auf den Feldern.

Zwei Kühe oder zwei Rinder und Ziegen wurden auf dem Grünland gehalten. Zwei Schweine und acht bis zehn Hühner konnten noch von den Hausabfällen und den Ackerfrüchten gefüttert werden.

Der Betrieb lieferte außerdem Flachs aus eigenem Anbau. Leinenweberei fand in den Bauernstuben ebenfalls statt. Teilweise ergänzte auch Schafswolle, die selbst versponnen wurde, das Familieneinkommen